… für Berufsschulen und Unternehmen


Bildung im Ausland bietet Bremer Berufsschulen und Unternehmen, die in Bremen ausbilden, Unterstützung bei der Umsetzung von Auslandspraktika.

Vorteile für UnternehmenTischlerausbildung

Ein berufsbezogener Auslandsaufenthalt als Teil der Ausbildung hat nicht nur Vorteile für den Auszubildenden selbst. Auch das Ausbildungsunternehmen profitiert. So steigert ein Arbeitgeber, der seinen Auszubildenden einen Auslandsaufenthalt während der Berufsausbildung ermöglicht, seine Attraktivität als Ausbildungsort, die Mitarbeiter sind motiviert im Unternehmen mitzuwirken und ihre Bindung zu demselben wächst. Durch die Erfahrungen im Ausland bringen die Mitarbeiter neben neuen sprachlichen, interkulturellen und sozialen Kompetenzen auch Kontakte zu ausländischen Betrieben sowie  Wissen über neue Techniken und Arbeitsweisen mit.

Weitere Gründe, warum Unternehmen auf Auslandsaufenthalte setzen, hat die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NABIBB) gemeinsam mit Vertretern aus Unternehmen, die bereits Mobilitätsprojekte im Programm Erasmus+ durchführen, gesammelt und unter dem Titel Stark für internationale Mobilität veröffentlicht.

In einer Monitorinngveranstaltung haben unter anderem Vertreter der Unternehmen Airbus Group, BASF SE, Merck KGaA oder Flughafen München GmbH gemeinsam den Mehrwert für ihre Unternehmen erarbeitet, wenn ihre Auszubildenden an Mobilitätsprojekten teilnehmen. Dazu gehört, dass Unternehmen durch das Angebot von Auslandsaufenthalten ihre Attraktivität als Ausbildungsanbieter und Arbeitgeber fördern. Sie stärken durch Auslandsaufenthalte die interkulturellen, sprachlichen und persönlichen Kompetenzen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und qualifizieren sie damit für internationale Geschäftsfelder. Das wiederum kann den unternehmerischen Erfolg auf dem internationalen Markt unterstützen. Durch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnereinrichtungen wie z.B. Tochter- oder Schwesterfirmen im Rahmen von Auslandsaufenthalten können Geschäftskontakte ausgebaut und die Zusammenarbeit in internationalen Netzwerken intensiviert werden. Im Rahmen von internationalen Mobilitätsaktivitäten entstehen Kontakte zu ausländischen Partnerbetrieben, wodurch Know-How über die Infrastrukturen in den jeweiligen Partnerländern erworben werden kann. Und nicht zuletzt erweitern Unternehmen ihre Kenntnis über neue Techniken, Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen durch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnereinrichtungen.

Auch der Leiter der Nationalen Agentur Bildung für Europa, Klaus Fahle, erläutert in einem Interview im Handelsblatt warum es so wichtig ist, dass junge Menschen Auslandserfahrungen während der Ausbildung machen.

Angebote für Berufsschulen und Ausbildungsunternehmen

Folgende Leistungen können bei Bildung im Ausland angefragt werden:

  • Organisation, pädagogische Begleitung sowie finazielle Unterstützung von berufsbezogenen Aufenthalten in Europa für Auszubildende und BerufsschülerInnen aller Berufe
  • Durchführung und Teilfinanzierung von Expertenreisen für MultiplikatorInnen der beruflichen Bildung
  • Finanzielle und organisatorische Unterstütung für Study-Visits im Europäischen Ausland
  • Vernetzung mit Bildungseinrichtungen im Europäischen Ausland
  • Erarbeitung von internationalen Lerneinheiten (ECVET) zur Anerkennung im Ausland erbrachter Leistungen während der Berufsausbildung

Ausbildung international

Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, Auslandserfahrung als Teil der beruflichen Bildung zu Stärken und zu fördern. Bis 2020 sollen 6% aller Auszubildenden während ihrer Ausbildung an einem Auslandsaufenthalt teilgenommen haben.

AusbildungUm dieses Ziel im Land Bremen umsetzen zu können, bietet Bildung im Ausland Lehrern und Ausbildern der Bremer Ausbildungsinstitutionen Unterstützung.

Mithilfe der ECVET (European Credits for Vocational Education and Training) – Instrumente soll die Qualität von Auslandsaufenthalten während der Berufsausbildung gesichert werden. Weiterhin bieten diese Instrumente den Ausbildungseinrichtungen die Möglichkeit, Auslandspraktika als Teil der Berufsausbildung anzuerkennen und zu bewerten. Bildung im Ausland bietet Hilfestellung und Beratung in der Erstellung und Anwendung dieser internationalen Dokumente und trägt somit zur Vergleichbarkeit der beruflichen Bildung innerhalb Europas bei. So können Berufsabschlüsse aus anderen Ländern leichter anerkannt werden.

Förderung über das EU-Programm ERASMUS+

Berufsschullehrer und Ausbilder können im Rahmen des EU-Programms ERASMUS+ an Expertenreisen und Study Visits ins europäische Ausland als Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen. Für die Finanzierung stellt Bildung im Ausland Stipendien zur Verfügung. Folgende Ziele werden mit der Finanzierung der Weiterbildungen im Ausland unterstützt:

Konditorausbildung

  • Aufbau und Vertiefung einer Partnerschaft mit einer Ausbildungseinrichtung im europäischen Ausland
  • Erweiterung der Kenntnisse von Berufsbildungssystemen innerhalb Europas
  • Vorbereitung und Begleitung von Auslandsaufenthalten für Berufsschüler und Auszubildende
  • Erlernen neuer Techniken der beruflichen Bildung

Die geförderten Aufenthalte können zwischen 2 Tage und 2 Monate dauern.

Ein Netzwerk an Bildungsinstitutionen in Europa

Berufsschule

Bildung im Ausland bietet ein Netzwerk an Partnern in verschiedenen europäischen Ländern. Expertenreisen ermöglichen Besichtigungen von Berufsschule und Unternehmen, die Teilnahme an Sprachkursen und Treffen mit ausländischem Bildungspersonal. Multiplikatoren passen Ausbildungsinhalte den Herausforderungen der Globalisierung an und können Auszubildende dadurch professionell auf den internationalen Arbeitsmarkt vorbereitet werden.